Musikalische Leitung

Yannis Pouspourikas

Bühnenbild

Christian Floeren

Kostüme

Sarah Mittenbühler

Die Schöne Helena

Opéra-bouffe in drei Akten
Musik von Jacques Offenbach
Text von Henri Meilhac und Ludivic Halévy

Theater Erfurt, 5. November 2022

 

Erfurt. Paris liebt Helena, Helena liebt Paris - am Ende gibt es Krieg. In einer opulenten Inszenierung feierte der Antikenstoff als komische Oper aus der Feder Jacques Offenbachs in Erfurt Premiere - und konnte durchaus überraschen.

Helden wie wir

In der fünften Jahreszeit vergnügt Erfurts Publikum sich mit Offenbachs „Die schöne Helena“

Christian Floeren zaubert das symmetrisch besäulte Ambiente eines antikisierten Palast-Vestibüls nebst männlich marmornen Torsi herbei, während Sarah Mittenbühler die Akteure in grosso modo entstehungszeitlich (1864) bourgeoise Roben steckt und nicht mit Anspielungen an die Toga des Altertums geizt.

Regisseur Ulrich Peters hält voller Feinsinn und Witz dieses Personal unentwegt bewegt, fügt dem zeitlosen, auf Fallhöhe basiertem Humor ein paar aktuelle Schoten etwa über Gaspreise bei und entfaltet subtilen Geschmacks ein erotisches Sinnen und Trachten, das - wieder naturgemäß - weniger hält als verspricht.

Thüringer Allgemeine 7. November 2022